Grundbuch Marzdorf Band Ⅰ, Blatt Nr. 8 (1782-1902)
Im vorigen dritten Teil dieses Beitrag wurde die Geschichte des Kossätenhofs bis ins Jahr 1897 geschildert, als Clemens Schmidt das erst im Jahr 1895 übernommene Anwesen parzellierte und verkaufte. Schmidt war mit der Tützer Bauerntochter Agnes geborene Bartonneck verheiratet; die Familie lebte später in Riege. Zum Verkauf des Kossätenhofs wurden insgesamt zehn Kaufverträge abgeschlossen. Die ersten vier davon – mit dem Briefträger Franz Tetzlaff, der unverehelichten Agnes Schmikowski, dem Schmied Michael Neumann und dem Schneider Julius Schmidt – wurden bereits behandelt.
Den fünften Kaufvertrag schlossen Clemens und Agnes Schmidt am 19. Juli 1897 mit dem Marzdorfer Schuhmachermeister Martin Schulz, der drei Ackerparzellen und ein Wiesenstück im Umfang von insgesamt 1,2392 Hektar erwarb. Als Kaufpreis für das Ackerland wurden 285 Mark und für die Wiese 214 Mark je 0,25 Hektar festgelegt. Der Verkauf erfolgte auch hier mit der Ernte, die Übergabe erfolgte bei Vertragsschluss. Ebenfalls bei Vertragsschluss zahlte Schulz eine Anzahlung von insgesamt 1200 Mark an Philipp Holzheim. Der Rest des Kaufpreises wurde am Tage der Auflassung fällig und sollte bis dahin mit fünf Prozent verzinst werden. Nachdem die Parzellen katasteramtlich vermessen waren, legten die Parteien den Kaufpreis auf 1391,90 Mark fest. Das Amtsgericht in Märkisch Friedland übertrug die erworbenen Flächen am 3. Dezember 1898 auf das neue Grundbuchblatt Marzdorf Band Ⅲ, Blatt Nr. 66.
Continue reading →